Kuno Gonschior: "Orange-Blau-Orange", 2004

Kuno Gonschior

"Orange-Blau-Orange", 2004

Acryl auf Leinwand, 100 x 95 cm
N 9283
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rückseitig auf der Leinwand oben signiert, betitelt datiert, bezeichnet
„KUNO GONSCHIOR ORANGE – BLAU – ORANGE 5. 1. 04
LANDSCAPE 2004 GEL Acryl, Leinen 100 x 95 cm"
  
Kuno Gonschior war einer der wichtigsten deutschen Farbmaler der Moderne. Mit seinen abstrakten Gemälden aus Farbpunkten, -flecken und -tupfen untersuchte er seit 1959 akribisch die Substanz der Farbe mit ihren physikalisch-optischen Phänomenen wie Raumwirkung, Interaktion, Nachbildern oder Komplementärkontrasten.
Gonschior schuf abstrakte Bilder, in denen der Farbpunkt oder -fleck als Grundmodul zu seinem „Markenzeichen” wurde. Die flirrenden Flecken sind unfassbar, ihre Erscheinung verändert sich stets, sie rufen im Auge Nachbilder hervor, die sich mit dem Blick über das Bild bewegen. Farbflecken ballen sich stellenweise zusammen, verdichten sich und driften an anderen Bildorten wieder auseinander. Ihre Farbstrahlung verändert auch die Erscheinung des Bildgrundes, der die eigene Farbe ändert bis hin zur scheinbar völligen Auflösung. In „Orange-Blau-Orange”
steigert sich die Leuchtkraft der beiden komplementären Farben allein durch ihr Nebeneinander, dabei erforscht und analysiert der Maler stets die physikalische Beschaffenheit und Substanz seines Farbmaterials.
Kuno Gonschior selbst wünscht sich „den Betrachter, der sagt: ,Ich gucke mir das an, ich bin so selbstbewusst, dass ich sage, es gefällt mir oder es gefällt mir nicht.’ Aber es ist nicht wichtig, dass man eine entsprechende Ausbildung hat. Man muss sich nur frei machen von diesen Zwängen, und man muss natürlich eines tun, was die meisten nicht tun: das Bild eine längere Zeit konzentriert betrachten, dem Bild fünf Minuten eine Chance geben. Dann würde es schon etwas bewirken.”
(Eva Müller-Remmert)
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