
Aquarell auf Papier, 41 x 31 cm
N 8341
Die erste, auch internationale Anerkennung der Malerei von Ernst Wilhelm Nay fällt zusammen mit der Entwicklung seiner sogenannten Scheibenbilder. 1959 wird Nay bei seiner Teilnahme an der documenta II sogar als einer der Väter des "abstract expressionism" bezeichnet. Diese Arbeiten leben von der harmonischen Ausgewogenheit ihrer verschiedenfarbigen Kreisformen, die nichts meinen oder darstellen als sich selbst. Die räumliche Wirkung der Farbwerte und ihrer Modulationen, ihr optisches Gewicht und auch ihre psychologische Wirkung balanciert Nay miteinander zu harmonisch bewegten Bildern aus. 1963 geht Nays Scheibenbilder-Periode zu Ende. Es entstehen Bilder mit durchstrichenen Scheiben, daraus resultiert eine augenähnliche Form. Mit den sogenannten dramatischen oder "Augenbildern" beginnt 1964 eine neue Periode. Das zarte Aquarell aus diesem Jahr dokumentiert den Übergang zwischen beiden Werkphasen.