Eberhard Viegener: "Soest", 1960

Eberhard Viegener

"Soest", 1960

Öl auf Holz, 42,6 x 63,4 cm
N 8347
Preis: 9.800,00 EUR

  
unten rechts monogrammiert, datiert
  
Eberhard Viegener war als Maler Autodidakt. Nach einer Malerlehre im Geschäft seines Vaters wandte er sich, beeinflusst durch Wilhelm Morgner, Christian Rohlfs und Vincent van Gogh, zunächst dem Expressionismus zu. Nach dem Ersten Weltkrieg bis etwa Mitte der 30er Jahre schloss er sich der Neuen Sachlichkeit an, die als seine bedeutendste Schaffensphase anzusehen ist. Eberhard Viegener wurde von den Nationalsozialisten als "entarteter" Künstler eingestuft, 1937 wurde ein Teil seiner Bilder beschlagnahmt. Nach 1945 wendete er sich zu einer mehr malerisch-expressiven Gegenständlichkeit hin und folgte in seinem Spätwerk auch abstrakten Zeitströmungen. Viegener wurde 1947 Präsident des Westdeutschen Künstlerbundes, 1960 verlieh ihm das Land Nordrhein-Westfalen den Ehrentitel Professor.
Dieses Ölbild seiner Heimatstadt Soest ist ein Spätwerk in leuchtender Farbigkeit. Aus einzeln nebeneinander gesetzten Farbflecken setzt sich die Stadtansicht zusammen: ein lebendiger "Organismus" aus miteinander verwobenen Feldern im Vordergrund, Häusern in der Mitte und den darüber dominierenden bekannten Soester Kirchtürmen.
(Eva Müller-Remmert)
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