Erich Heckel: "Schlafende Frau", 1922

Erich Heckel

"Schlafende Frau", 1922

Kreide auf Papier, 56 x 38 cm
N 8730
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Darstellungen von ruhenden oder schlafenden Frauen prägten als ein Leitmotiv das Schaffen von Erich Heckel. Nahezu ausschließlich ist dabei seine Frau Siddi (Milda Frieda Georgi, 1891-1982), eine ehemalige Tänzerin, die er Anfang 1911 in Berlin kennen gelernt hatte und 1915 heiratete, die Protagonistin des Bildgeschehens. In dieser Zeichnung von 1922 näherte sich Heckel seiner schlafenden Lebenspartnerin im engen Bildausschnitt, so dass von ihr nur Gesicht und Schultern zu sehen sind. Umschlossen wird ihr Antlitz von einer lebhaft bewegten Kissenlandschaft, in die der ruhende Kopf eingebettet ist. Die Zeichnung bezieht ihren besonderen ästhetischen Reiz aus dem spannungsreichen Wechselspiel zwischen der still liegenden Figur und der ornamentalen Unruhe der umgebenden Flächen und Linienzüge. Der bewegte Umraum stört die Person jedoch nicht, sondern gibt ihr vielmehr Schutz und Geborgenheit. (...)
(aus dem Katalogtext von Andreas Gabelmann)
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