Erich Heckel: "Zwei Frauen am Meer", 1935

Erich Heckel

"Zwei Frauen am Meer", 1935

Aquarell und Bleistift auf Papier, 52 x 69 cm
N 8817
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(...) Das Spontane und Unbekümmerte früherer Badebilder ist nun einer verhaltenen Innerlichkeit und melancholischen Stimmung gewichen. Farblich und formal scheinen die beiden Frauen in die umgebende Meereslandschaft eingebunden. Stille und Ruhe kennzeichnen die ausgewogene Gesamtwirkung. Bei der Anlage seiner meist mehrfigurigen Badeszenen diente Heckel stets seine Frau Siddi als alleiniges Modell, die er dann in mehreren Ansichten und verschiedenen Haltungen ins Bild setzte. Mit der Draperie der Badetücher und ihrem nachdenklichen Blick in die Ferne wirken die Aktfiguren geradezu klassisch-antikisch und scheinen der Zeit entrückt. Sie verkörpern Heckels Idee einer auf das Allgemeingültige und Zeitlose abzielenden Bildhaftigkeit des Menschenseins. (...)
(aus dem Katalogtext von Andreas Gabelmann)
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