Siepmann · Bühl · Spieker - Papier · Skulptur · Relief
22.01.2005 - 05.03.2005
Heinrich Siepmann
Am 30. November 2004 wäre Heinrich Siepmann 100 Jahre alt geworden. Um ihn und seine Kunst zu ehren, haben wir zu seinen Arbeiten Künstler und Werke für diese Ausstellung ausgesucht, die von ihm stets sehr geschätzt wurden. Heinrich Siepmann ist mit Papierarbeiten aus seiner letzten Schaffensphase vertreten. Seine konstruktiven Collagen sind ausgewogene, harmonische Einheiten. Jedes Teil hat seinen Platz und seine Bedeutung für das Bildganze. Siepmann verwendet die unterschiedlichsten Materialien wie Farbkarton, Folien oder Wellpappe. Zum Teil übermalt, vermitteln die verschiedenen Oberflächen Bewegung und räumliche Tiefe. Dabei sind alle Formen in ihrer Farbigkeit und Positionierung einfühlsam gegeneinander ausgeglichen. Im Gegensatz zu den strengen Ölgemälden Siepmanns offenbaren sich seine Papierarbeiten als freie Experimentierfelder der künstlerischen Schaffenskraft, die in den späten Lebensjahren noch ungebrochen fortwirkte. Die vielen Farbformen verbinden sich in lockeren Bildgefügen zu komponierten Einheiten, in der jedes Teil unverzichtbar für das Ganze ist. Heinrich Siepmann ist als Mitbegründer der Künstlergruppe "junger westen" vor allem regional bekannt geworden und heute einer der bekanntesten Konstruktivisten der deutschen Kunstszene. Sein Alterswerk hat internationales Ansehen erlangt.
Hede Bühl
Die Bildhauerin Hede Bühl setzt sich mit dem menschlichen Körper und vor allem dem Kopf auseinander. Durch starke Abstraktion mittels Verhüllung der Augen- oder Mundpartie, durch die Streckung der Kopfform und das Glätten der Gesichtsstrukturen vermitteln ihre Köpfe eine in sich ruhende, archaische Ausstrahlung und Monumentalität. Wie Larven sind sie gegen die Außenwelt hermetisch "verpuppt". Die harte Schale birgt im Inneren Verletzliches, schützt metaphysische Wandlungen. Die Qualität und Perfektion der bildhauerischen Ausführung, ob in Stein, Bronze oder Alabaster verleiht Hede Bühls Skulpturen zeitlosen Ausdruck. Ihre Skulpturen lösen Gedanken über die eigene menschliche Existenz aus. Die Rheinländerin Hede Bühl ist international anerkannt und in öffentlichen Sammlungen vertreten, zahlreiche Kunstpreise würdigen ihre Arbeit.
Helga Spieker
Die Reliefs von Helga Spieker besitzen starke Bezüge zur Architektur. Sie sind weder zweidimensional wie ein Bild noch dreidimensional wie eine Skulptur, sondern verbinden auf architektonische Weise Fläche und Raum zu spannungsvoll ausgewogenen Kompositionen. Durch die perfekte Oberflächenbehandlung wirken Helga Spiekers Werke entmaterialisiert. Nicht das Material (meist Holz, aber auch Aluminium oder Plexiglas), sondern die Form wird wahrgenommen. Farben werden nur reduziert eingesetzt als signalgebende Akzente unter weißen oder schwarzen Flächenformen. Sie sind jedoch von unverzichtbarer Bedeutung für die Ausgewogenheit der Komposition. Die Reliefs der in der Schweiz lebenden deutschen Künstlerin Helga Spieker sind seit über 20 Jahren international bekannt.
Katalog
"Kopf (Unikat)"
2004
weißer Alabaster
15 x 11 x 18 cm
N 8093
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"Kopf"
1995
Bronze, poliert
15 x 12 x 17 cm
N 7361
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"Kopf 1990"
1990
Bronze (Guß 5/VIII)
28 x 19 x 35 cm
N 5222
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"C 53 1998"
1998
Collage auf Karton
70 x 50 cm
N 7526
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"C 81 1999"
1999
Collage auf Karton
70 x 50 cm
N 7534
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"C 123 2000"
2000
Collage auf Karton
70 x 50 cm
N 7535
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"Weißes Relief"
1998
Öl auf Holz
47 x 45 x 4,5 cm
N 8099
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