Werk: Adolf Luther: "Hängelinse", 1979
Preis: 14.000,00 EUR
im Kunststoffring signiert, datiert
Adolf Luther arbeitete seit den 1960er Jahren am Thema Licht. 1962 schuf er erste
Lichtobjekte aus zerbrochenem Glas. Seit Mitte der 60er Jahren verwendete er hochwertige Materialien wie optische Linsen, Prismen und konvexe und konkave Spiegel, um das Licht im Raum sichtbar zu machen. Seit den 70er und 80er Jahren entwickelte Luther auch Baukunst-Konzepte. Die starre Statik von Architektur ergänzte Luther mit seinen Spiegel-, Glas- und Lichtinstallationen um das
dynamische, bewegte Element Licht. Glas war sein wichtigstes gestalterisches Mittel, um Energie in Form von Licht darzustellen. In seinem Bestreben, das Unsichtbare sichtbar zu machen, war Adolf Luther einer der Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Optical Art. Luthers
”Hängelinse” ist ein Beispiel für das spielerische Experimentieren des
Künstlers mit Glas und Spiegeln. Die beiden zusammengefassten Wölblinsen sind
halbtransparent verspiegelt. Sie reflektieren das Umfeld, erlauben gleichzeitig aber auch die ”verschleierte” Durchsicht. In der verzerrten Spiegelung der Linse eröffnen sich neue Ansichten auf den uns umgebenden Raum und seine Lichtenergie.
(Eva Müller-Remmert)