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Werk: Heinz Mack: "Ohne Titel", 2013

Heinz Mack: "Ohne Titel", 2013
  
signiert, datiert
   
- mit Modellrahmen -
  
Ausgangspunkt der Kunst von Heinz Mack ist das Licht. Immer wieder verweist der Künstler in Gesprächen über die sein Werk prägenden Farben auf eben dieses.
Der Untersuchung von Farbe und ihrer Wirkkraft gilt seine elementare Aufmerksamkeit. Dieses nahezu wissenschaftliche Interesse entspricht auch Macks Entscheidung für einen eher an Strukturen als an Kompositionen orientierten Bildaufbau. Eine Malerei, die einen strukturellen Aufbau einem kompositorischen vorzieht, besteht folgerecht aus gleichartigen Elementen. Vereinzelt erzeugen beispielsweise die Farbflächen in der hier vorgestellten Arbeit aus dem Jahr 2013 einen lediglich geringen Bedeutungsinhalt. Allein durch die Art der Zusammen-führung öffnet sich dem Betrachter der Sinngehalt. Häufig – wie auch hier – greift Malerei, die vom Gedanken der Nicht-Relationalität getragen ist, auf Symmetrien zurück. Geprägt wurde dieser künstlerische Ansatz, bei dem auf außerbildliche Bezugnahmen verzichtet wird, Ende der 1950er Jahre von dem amerikanischen Künstler Frank Stella.
Und obwohl Mack sich von komposi-torischen Traditionen löst, bleibt ihm die ästhetische Kategorie der Schönheit in höchstem Maße wichtig. Thema ist hierbei das Kontinuum des Farblichtes. Hier sind allerdings, anders als in den Farbchromatiken, die ab den 1960er Jahren entstanden, nicht mehr die Übergänge, die Nuancen zwischen den einzelnen Farben von Bedeutung.
Das hier gezeigte Werk gehört zu der Werkgruppe, der Mack den Obertitel „Chromatische Konstellationen” widmete. Die Titelfindung hat konzeptionellen Charakter, verweist sie doch einerseits direkt auf die „Farbchromatiken”, in denen Mack den Farben des Regenbogens folgte, zum anderen wird deutlich, dass er hier über das Kontinuum des Regenbogens hinausgeht.
(Andrea Fink-Belgin)


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