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Werk: Adolf Richard Fleischmann: "Composition # 89", 1956

Adolf Richard Fleischmann: "Composition # 89", 1956
  
rückseitig signiert, datiert, betitelt
Werkverzeichnis Nr. O173
  
- mit handgearbeitetem Modellrahmen -
  
Erst im Alter von annähernd 60 Jahren hat der 1892 in Esslingen geborene Adolf Richard Fleischmann zu seiner individuellen Kunstsprache gefunden. Sein Alterswerk, entstanden im Zeitraum zwischen 1950 und 1965, ist es, welches zu seinem eigentlichen Werk wurde und mit dem ihm er zu internationalem Ansehen gelangte. In seinen Werken setzt er sich konsequent mit der reduzierten geometrischen Grundform, einem pinselstrichbreiten Rechteck, auseinander.
In steter Wiederholung fügt er diese Form zu immer neuen Rhythmen und Farbklängen zusammen. In der Arbeit „Composition # 89, From dark birch-serie” aus dem Jahr 1956 sind diese Grundformen horizontal streng angeordnet und exakt gemalt. Dabei bilden die farbigen Elemente ein eindeutiges – ebenfalls rechteckiges – Zentrum innerhalb des Bildes, umgeben ist dieses von weißen Formen. Den horizontal -gelagerten Formen sind in der vorliegenden Arbeit vertikale Stäbe vorgelagert. Fleischmann erzielt damit nicht nur eine eindeutig zentrierte Komposition und -bildet mit dieser Bildauffassung einen Gegenstandpunkt zur „all-over”-Struktur der US-Amerikanischen Malerei der 1950er und 1960er Jahre. Er schafft ein vibrierendes Stabwerk von stark räumlicher Wirkung. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass Fleischmann, der 1952 selbst nach New York übergesiedelt war, aus der dortigen Kunstszene wichtige Impulse für seine eigene Kunstauffassung erhalten hat. Sein eigenes Werk kann dann in der Folge wiederum als Vorwegnahme der europäischen Op-Art gesehen werden.
Die verschiedenen Farben arbeitet Fleischmann zumeist sehr trocken auf die Leinwand, häufig scheint hier der farbige Bilduntergrund durch. So erzielt er bei der -strengen Wiederholung seiner Formen ein lebendiges, nahezu poetisch wirkendes Farbspektrum. Die hier vorliegende Komposition spricht von Kontemplation wie auch von räumlicher Vibration, von emotionaler Ausstrahlung und von lyrischer Kraft.
(Andrea Fink-Belgin)


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