1949-1953
Studium der Malerei und Kunsterziehung an den Kunstakademien
München und Düsseldorf; Dozent an der Modeschule
Düsseldorf
1952-1957
Studium der Philosophie an der Kölner
Albertus-Magnus-Universität, Abschluß
Staatsexamen
1957
Gründung der Gruppe "ZERO" zusammen mit Heinz Mack; erste
Rasterbilder, angeregt durch Yves Klein
1958-1961
Edition der Zeitschrift "ZERO" in Zusammenarbeit mit Heinz
Mack
1959
"Lichtballette" und "Rauchbilder" mit Bezug auf elementare
Naturenergien
1960
Experimente mit Multimedia-Kombinationen
1963
zusammen mit Günther Uecker und Heinz Mack Wortführer
des sogenannten "Neuen Idealismus"
1964
Gastprofessur an der University of Pennsylvania
1965
erste Einzelausstellung in New York
1971
Auftrag für Entwürfe zur künstlerischen
Gestaltung der Eröffnungs- und Schlussfeiern der XX.
Olympischen Spiele in München
1972
Professur für Umweltkunst aan der Universität
Cambridge, Massachusetts
1974
Berufung zum Direktor des Center of Advanced Visual Studies am
Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in Cambridge/Ma. und
Professor of Visual Design for Environmental Art
1977
Teilnahme an der documenta 6 in Kassel
1989-1990
Vorsitzender des Beirats der Ministerin für Wissenschaft und
Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
1994
Verleihung der Ehrendoktorwürde (Doctor of Fine Arts h.c.) der
University of Maryland BC
1996
Sculpture Prize der American Academy of Arts and Letters, New
York
Otto Piene gründete
1957 gemeinsam mit Heinz Mack die international bekannte
Künstlervereinigung ZERO, zu der später auch
Günther Uecker stieß und die sich als Gegenbewegung
zur damals vorherrschenden informellen/gestischen Kunst verstand. ZERO
löste den Abstrakten Expressionismus durch eine reduzierte und
kontrollierte Kunst ab. In einer konsequenten Auseinandersetzung mit
den Themen Licht, Bewegung und Raum schafft Otto Piene seit 1960 Rauch-
und Feuerbilder, in denen er mit Feuer seine Leinwände
verändert, schwärzt oder gar anbrennt. Feuer, Licht
und Farbe verbinden sich: Die zerstörerischen Spuren des
Feuers bilden Rückstände auf dem Bildgrund, deren
Schönheit und Ausdruck durch poetisch-assoziative Titel noch
unterstützt werden.