AKTUELL: vom 8.6. - 3.8.08: Heinrich Siepmann mit Norbert Thomas im Museum Gelsenkirchen. Mehr Informationen HIER auf unserer Website.
1904 geboren in Mülheim an der Ruhr
1925-1927 Studium an der Folkwangschule, Essen
seit 1928 Freier Maler, es entstehen Stilleben und Landschaften
1941-1945 Soldat im Zweiten Weltkrieg, Gefangenschaft
1948 Mitbegründer der Gruppe "junger westen" (Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Ernst Hermanns, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann und Hans Werdehausen); Kunstpreis "junger westen" der Stadt Recklinghausen mit Emil Schumacher, Karl Otto Götz und Kurt Lehmann
1953 Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes
1954 Kunstpreis "junger westen" der Stadt Recklinghausen
1962 Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim/Ruhr
1970 Beginn der konstruktiven Phase
1979 Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen, Kunstpreis der Künstler Düsseldorfs
1980 Gastaufenthalt in der Villa Romana, Florenz
1981 Grand Prix der 3. Internationalen Biennaale für Druckgraphik in Seoul/Südkorea
1989/90 Retrospektiv-Ausstellung in Bochum, Düsseldorf und Ahlen
1994 Ehrenring der Stadt Mülheim/Ruhr
1997 Ida-Gerhardi-Preis, Lüdenscheid
2002 gestorben im Dezember in Mülheim/Ruhr
Heinrich Siepmann (geb. 1904, gest. 2002) war einer der wenigen im hohen Alter noch tätigen Künstler mit beeindruckender Schaffenskraft. 1948 war Siepmann Mitbegründer der Künstlergruppe "junger westen" in Recklinghausen. Anfangs informelle, gestische Bilder malend, wandte sich Siepmann mehr und mehr dem geometrisch-konstruktiven Bildaufbau zu. Die seit den 70er Jahren immer strenger reduzierten Bildkonstrukte wurden seit den 90er Jahren wieder farbintensiver und lyrischer. Siepmanns Collagen waren dabei autonome Experimentierfelder für Farben, Formen und Strukturen. Heinrich Siepmann über seine Arbeit: "Ich baue meine Bilder von einem geometrisch-konstruktiven Ansatz her, wobei die Diagonale eine besondere Rolle spielt. Die Farbe hat eine kontrapunktische Funktion innerhalb einer Skala von Grau- und Weißtönen. Analytisches Überdenken und ein Offensein gegenüber sich anbietenden Möglichkeiten während des Arbeitsprozesses bestimmen meine Arbeit."