Bernard Schultze - ringsrum, 2002

Aquarell auf Karton

51 x 73 cm / gerahmt 62 x 84 cm
20 x 28 inch / gerahmt 24 x 33 inch

unten rechts signiert, betitelt
"Bernard Schultze "ringsrum 1" "

- mit Rahmen und spiegelfreiem Glas -

N 9224

6.800 €

Über das Werk

Gebirgsketten gleich bauen sich die Farbformen in dem Aquarell "ringsrum 1" aus dem Jahr 2002 auf dem Blatt auf. Obgleich es sich bei den Werken Schultzes meist um vollkommen ungegenständliche Bildkompositionen handelt, rufen diese doch sehr häufig landschaftliche Assoziationen wach. Der Künstler selbst betonte, dass es fragmentarische Landschaftsaspekte sowie Erinnerungsfetzen seien, mit deren Hilfe er den "horror vacui" zu überwinden suche. Dieser lateinische Begriff basiert auf einer Theorie von Aristoteles, der - entgegen des epikureischen Weltbildes - davon ausging, dass es kein Vakuum, also kein Nichts, geben könnte. Man dachte sich den Raum zwischen den Gestirnen mit Äther erfüllt. In der Folge lehnte auch die platonische Schule und sogar Descartes die Idee eines Vakuums ab. Zwar konnte ein menschlich erzeugtes Vakuum im 17. Jahrhundert erstellt werden, aber auch nach dem heutigen Verständnis der Quantentheorie ist ein Vakuum nicht leer. Vielmehr existiert eine endliche Energiedichte.
Die Farbpalette im Aquarell "ringsrum 1" ist breit gewählt: von Dunkelgrün über graue Töne und violette bis hin zu hellem Gelb reicht der Farbkanon, in dem Schultze die amorph fluktuierenden Farbfelder arbeitet. Auf der Bildfläche entwickelt sich ein vollkommen neuartiges Raumkontinuum. Bernard Schultze nimmt uns in seinen traumgleichen Werken mit in den Raum, in dem es kein Nichts mehr gibt. Er zeigt das energiegeladene Feld, das uns umgibt, welches wir mit unseren Augen aber nicht sehen können. Manchmal nehmen wir das Flirren, das Vibrieren dieser Energien rings um uns herum (ringsrum) wahr. Bernard Schultze hat sie sichtbar gemacht.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

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Bernard Schultze, ringsrum, 2002, 51 x 73 cm / gerahmt 62 x 84 cm, N 9224
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