Heinrich Siepmann - C 10 1993, 1993

Collage auf Karton

70 x 50 cm / gerahmt 80 x 60 cm
27 x 19 inch / gerahmt 31 x 23 inch

unten links nummeriert "10"
unten rechts signiert, datiert "Siepmann 93"

N 9319

2.700 €

Über das Werk

Heinrich Siepmann begann seine künstlerische Ausbildung an der Folkwangschule in Essen. Schon ab 1928 war er als freischaffender Künstler tätig, zudem erhielt er in den Jahren 1936 bis 1940 ein Stipendium, um Alte Meister im Städtischen Museum Heilbronn, in der Alten Pinakothek in München und den Kasseler Galerien zu kopieren. Abschließend besuchte er 1938 die Staatsschule für angewandte Kunst in Nürnberg.
Heinrich Siepmanns Werk war zu Beginn seines Schaffens durch Stillleben und Landschaftsmalerei geprägt; erst ab 1948 setzte er sich mit den Tendenzen der abstrakten Nachkriegskunst auseinander. Die Zeit des 2. Weltkrieges verbrachte er zunächst als Soldat in Flandern, Frankreich und Italien und dann auch in Kriegs-
gefangenschaft.
Beim geistig-künstlerischen Wiederaufbau der westdeutschen Kunst und Kultur wirkte Siepmann in der Folge als Mitbegründer der Gruppe "junger westen" mit, die nach dem Kunstdiktat des deutschen Nationalsozialismus wieder den Anschluss an die internationale Kunstszene erreichen wollte.
Das Medium der Collage ist in Siepmanns Werk mit der Hinwendung zu konstruktivistischen Formen verbunden. Obwohl sich auch sein frühes Schaffen bereits durch konstruktive Gestaltungselemente und räumliche Anordnung von Architekturen, Gegenständen und Landschaften auszeichnete, setzte der Künstler sich doch erst ab den 1970er-Jahren intensiver mit einer rein konkret-konstruktiven Formensprache auseinander.
Mit den Collagen schuf Heinrich Siepmann ein beeindruckendes Alterswerk, welches trotz des reduzierten Formenrepertoirs in schier unendlicher Variationsbreite und Bilddynamik fasziniert. In dem hier vorliegenden Werk überzeugt insbesondere die harmonisch ausbalancierte Formengestaltung der schrägen und horizontalen Bildelemente.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

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Heinrich Siepmann, C 10 1993, 1993, 70 x 50 cm / gerahmt 80 x 60 cm, N 9319
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