Heinz Mack - Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2016

Acryl auf Leinwand

46 x 63 cm / gerahmt 47 x 64 cm
18 x 24 inch / gerahmt 18 x 25 inch

unten rechts signiert, datiert "mack 16"
rückseitig auf der Leinwand signiert, datiert "mack 16"

- Atelierleiste -

N 9367

Über das Werk

Als einer der Mitbegründer der internationalen Künstlerbewegung ZERO 1957 wurde Heinz Mack durch seine Licht-Installationen und Licht-Reliefs weltbekannt. Und auch die malerischen Werke - wie die Chromatischen Konstellationen - sind Ausdruck seiner lebenslangen Beschäftigung mit dem Thema Licht. Nicht narrative Kompositionen bestimmen sein Werk, vielmehr entfaltet sich das Œuvre im Zusammenspiel von Farben und Formen. Die Leuchtkraft der Farbe und die exakten Formen verwirklichen eine intensive und einmalige Bildwelt. Farbe, Licht und Musik spielen die Hauptrollen im künstlerischen Schaffen des 1931 in Lollar (Hessen) geborenen Mack.
Unter Chromatizität versteht man die Farbsättigung. Neben dem Farbton und der Helligkeit ist dies die dritte wichtige Eigenschaft von Farbe. Heinz Mack geht es in seinen Werken um die Wirkung der verschiedenen Farbsättigungen. Besonders in der hier vorliegenden Arbeit kann diese künstlerische Untersuchung deutlich nachvollzogen werden. Die in vertikalen Streifen angelegten blaufarbigen Farbbahnen weisen unterschiedliche Sättigungsstufen von Blau auf. Die Strahlkraft und die Tiefe der Farbe Blau steht im Mittelpunkt der Arbeit. Die roséfarbene letzte Komponente wird ebenso wie die violette Bildeinrahmung als Kontrast genutzt.
Gleichzeitig ist der Begriff der Chromatik auch aus der Musik bekannt. In der tonalen Musik wird die "Umfärbung" einer Tonstufe durch die Erhöhung oder Erniedrigung um einen Halbton als Chromatik bezeichnet. Die chromatischen Varianten zum Beispiel zu "f" sind "fis" und "fes". Auch hier wird ein Ton variiert, sein Ausdruck intensiver gemacht. Ebenso ähnelt auch die gesamte kompositorische Anlage von Macks Werke einer musikalischen Partituren, denn in ihrer geometrischen Ornamentik entfalten seine rhythmisch geordnete Bildwelt das gesamte Spektrum des Prismas.
Heinz Mack gelingt es mit seiner Bildsprache Licht in Farbe zu visualisieren - und mitunter dieses vor dem inneren Ohren auch hörbar zu machen.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

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Heinz Mack, Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2016, 46 x 63 cm / gerahmt 47 x 64 cm, N 9367
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