Heinz Mack - Ohne Titel, 2021

Pastellkreide auf Büttenpapier

76 x 99 cm / gerahmt 98 x 119 cm
29 x 38 inch / gerahmt 38 x 46 inch

in der Mitte rechts signiert, datiert "mack 21"

- im Modellrahmen -

N 9448

Über das Werk

Anders als die in den 1950er-Jahren in Deutschland vorherrschende Malerei des Tachismus und des Informel, der aufgrund ihrer häufig dunklen Farbpalette auch ein gewisser Ausdruck von Trübheit und Resignation nach den Schrecken des Krieges nachgesagt wurde, setzten die Künstler um Heinz Mack und Otto Piene auf reine Farben und die Bejahung des Lebens. So hält sich Mack nicht mit der Wiedergabe des Sichtbaren auf, sondern thematisiert das eigentlich Unsichtbare: das Licht und seine Spektralfarben. Mit seinen Farbchromatiken möchte der Künstler dem Betrachter nicht nur die Fülle des Farbspektrums nahebringen, vielmehr bringt er das Licht selbst als Farbe zum Ausdruck. Außerdem macht er das Verhältnis der einzelnen Spektralfarben zu einander sichtbar. Die "Farbchromatik 2832" zeigt in einer horizontalen Anordnung die Spektralfarben von Dunkelblau über Violett zu Hellblau, Grün und schließlich Gelb. Die einzelnen Farbfelder sind klar voneinander abgegrenzt und erzeugen nahezu automatisch eine harmonische Komposition. Dabei stellt sich über die feine Lineatur eine gewisse Dynamik ein. Durch die kompositorische Umkehrung dieser Farbentwicklung wird eine genaues Hinsehen erforderlich.
Heinz Mack revolutionierte mit seinen Werken den Kunstbegriff. Licht ist in der traditionellen europäischen bildenden Kunst bisher nur indirekt dargestellt worden. Mack machte Licht sichtbar. Zunächst mit seinen Lichtobjekten und Lichtstelen und ab 1991 auch in seinen Chromatischen Konstellationen, in denen das Licht und seine Spektralfarben thematisiert werden. Hierbei handelt es sich nicht um einen expressiven Selbstausdruck, sondern vielmehr um einen analytischen Beitrag, der chromatische Werte aus einem rein künstlerischen Kontext in einen objektiven stellt.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

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Heinz Mack, Ohne Titel, 2021, 76 x 99 cm / gerahmt 98 x 119 cm, N 9448
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