Heinz Mack - Tender Touch - Chromatische Konstellation, 2003

Acryl auf Leinwand

87 x 114 cm / gerahmt 89 x 116 cm
34 x 44 inch / gerahmt 35 x 45 inch

unten in der Mitte signiert, datiert: „mack 3“
rückseitig auf der umgeschlagenen Leinwand in der Mitte links betitelt: „tender touch“
rückseitig auf der Leinwand oben in der Mitte links signiert: „mack 3“

– mit Atelierleiste –

N 9493   Reserviert 

Über das Werk

Nicht mehr an der Wiedergabe des Sichtbaren orientiert sich Mack in seinem schöpferischen Wollen. Vielmehr werden in seiner Kunst die Elemente der Umwelt – Licht, Raum und Luft – sichtbar gemacht. Die graue Farbigkeit von Tender Touch verweist auf Macks Lichtreliefs und Lichtstelen, durch die er in den 1960er-Jahren auf revolutionäre Weise den Kunstbegriff erneuerte. Diese Werke aus Metall und Plexiglas scheinen von innen heraus zu leuchten, obwohl sie keine eigene Lichtquelle besitzen. Sie reflektieren, bündeln, brechen und zerstreuen das Raumlicht. Licht und Raum werden somit auf neue Art erfahrbar. Licht, das an sich unsichtbar ist, wird sichtbar gemacht. Und so unterschiedlich die Facetten des Gesamtwerks von Heinz Mack auch sein mögen, so durchzieht das Ziel, für das eigentlich Immaterielle eine äquivalente materielle Erscheinungsform zu kreieren, das gesamte Œuvre des Künstlers.

Ein Farbspektrum aus Orange, Violett, Blau und Gelb wird in der Chromatischen Konstellation mit dem Titel Tender Touch in quadratischen Formen ins Bild gesetzt. Mack nutzt die Farbwerte, die durch die Lichtbrechung in einem Prisma entstehen. Wie unterschiedliche akustische Töne werden hier die Farben beim Anblick zum Klingen gebracht. Die horizontale Begleitung durch die grautonigen Farbbalken erscheint wie eine neutrale Einfassung, in der sich diese Komposition entfalten kann. Grau als Zwischenton steht hier als neutraler Ausdruck, der die Vielstimmigkeit der farbigen Mitte verstärkt.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

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Heinz Mack, Tender Touch - Chromatische Konstellation, 2003, 87 x 114 cm / gerahmt 89 x 116 cm, N 9493
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