Lisel Oppel: "Worpsweder Bäuerin am Ziehbrunnen", 1925

Lisel Oppel

"Worpsweder Bäuerin am Ziehbrunnen", um 1925

Öl auf Holz, 54 x 77 cm
N 8722
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Es muß in der Zeit um 1925 noch ein sehr einfaches, bäuerliches Leben in Worpswede gewesen sein. Wir empfinden heute ein solches Bild als idyllisch und wie aus der "guten alten Zeit". Es zeigt uns eine große, sonnenbeschienene Weide mit Körner pickendem Huhn und den Gebäuden des Bauernhofes in der beginnenden Herbstlandschaft.
Hier vermittelt die Künstlerin die Beschwerlichkeit allein der Wassergewinnung und auch des Wassertransportes zu Haus und Stall - dieser Weg mit dem Wasser, im Sommer wie auch im Winter, den die Bäuerin als Versorgende zu leisten hat. Trotz der Beschwernis, die es auf der einen Seite signalisiert, wirkt das Bild auf den Betrachter heiter und positiv, weil man sich durch die heitere Farbigkeit und Gesamtkomposition in eine andere Welt und Zeit versetzt fühlt.
(Christa Neher)
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