Emil Nolde: "Kleines blondes Mädchen", 1918

Emil Nolde

"Kleines blondes Mädchen", 1918

Öl auf Leinwand, 45 x 28,5 cm
N 8856
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oben rechts signiert, rückseitig auf der Leinwand signiert, betitelt
Werkverzeichnis Urban Nr. 782
   
Emil Nolde lässt sich nur schwer in kunsthistorische Schul- und Epochenzusammenhänge einordnen. Er blieb ein Einzelgänger, der zwar 1906 in die Dresdener Künstlergemeinschaft ”Die Brücke” eintrat, aber bereits ein Jahr später wieder ausschied. Emil Nolde reiste viel. 1913/1914 unternahm der 46-Jährige gemeinsam mit seiner Frau Ada auf Einladung des Reichskolonialamtes als künstlerischer Berater seine größte Auslandsreise in die Südsee. Diese Expedition beeinflusste sein Leben und Schaffen sehr. Weitere Reisen waren geplant, konnten aber aufgrund der schweren Kriegs- und Nachkriegszeiten nicht verwirklicht werden. Das vier Jahre später entstandene Gemälde ”Kleines blondes Mädchen” zeigt die in flüchtigem Pinselstrich skizzierte Portraitstudie eines schüchtern-zurückhaltendes Kindes, das dem Betrachter aus aufgerissenen Augen entgegenblickt.
(Eva Müller-Remmert)
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