Heinz Mack - Ohne Titel, 2013

Acryl auf Leinwand

94 x 104 cm / gerahmt 115 x 124 cm
37 x 40 inch / gerahmt 45 x 48 inch

unten rechts signiert, datiert "mack 13",
rückseitig signiert, datiert "mack 13"

- mit Modellrahmen -

N 9112

Über das Werk

Ausgangspunkt der Kunst von Heinz Mack ist das Licht. Immer wieder verweist der Künstler in Gesprächen über die sein Werk prägenden Farben auf eben dieses. Der Untersuchung von Farbe und ihrer Wirkkraft gilt seine elementare Aufmerksamkeit. Dieses nahezu wissenschaftliche Interesse entspricht auch Macks Entscheidung für einen eher an Strukturen als an Kompositionen orientierten Bildaufbau. Eine Malerei, die einen strukturellen Aufbau einem kompositorischen vorzieht, besteht folgerecht aus gleichartigen Elementen. Vereinzelt erzeugen beispielsweise die Farbflächen in der hier vorgestellten Arbeit aus dem Jahr 2013 einen lediglich geringen Bedeutungsinhalt. Allein durch die Art der Zusammenführung öffnet sich dem Betrachter der Sinngehalt. Häufig – wie auch hier – greift Malerei, die vom Gedanken der Nicht-Relationalität getragen ist, auf Symmetrien zurück. Geprägt wurde dieser künstlerische Ansatz, bei dem auf außerbildliche Bezugnahmen verzichtet wird, Ende der 1950er-Jahre von dem amerikanischen Künstler Frank Stella.Und obwohl Mack sich von kompositorischen Traditionen löst, bleibt ihm die ästhetische Kategorie der Schönheit in höchstem Maße wichtig. Thema ist hierbei das Kontinuum des Farblichtes. Hier sind allerdings, anders als in den Farbchromatiken, die ab den 1960er-Jahren entstanden, nicht mehr die Übergänge, die Nuancen zwischen den einzelnen Farben von Bedeutung. Das hier gezeigte Werk gehört zu der Werkgruppe, der Mack den Obertitel „Chromatische Konstellationen” widmete. Die Titelfindung hat konzeptionellen Charakter, verweist sie doch einerseits direkt auf die „Farbchromatiken”, in denen Mack den Farben des Regenbogens folgte, zum anderen wird deutlich, dass er hier über das Kontinuum des Regenbogens hinausgeht.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

Weitere Werke

Neue Werke, Künstler und
Ausstellungen in unserem Newsletter
NEWSLETTER ABONNIEREN

Diese Website verwendet Cookies, um ein optimales Surfen zu ermöglichen.

Dazu gehören wesentliche Cookies, die für den Betrieb der Website erforderlich sind, sowie andere, die nur für anonyme statistische Zwecke, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte verwendet werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass aufgrund Ihrer Einstellungen möglicherweise nicht alle Funktionen der Website zur Verfügung stehen werden.

Diese Website verwendet Cookies, um ein optimales Surfen zu ermöglichen.

Dazu gehören wesentliche Cookies, die für den Betrieb der Website erforderlich sind, sowie andere, die nur für anonyme statistische Zwecke, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte verwendet werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass aufgrund Ihrer Einstellungen möglicherweise nicht alle Funktionen der Website zur Verfügung stehen werden.

Ihre Cookie-Einstellungen wurden gespeichert.
0

HEADLINE

INFOBODY

X

hnPopoverContent

Heinz Mack, Ohne Titel, 2013, 94 x 104 cm / gerahmt 115 x 124 cm, N 9112
Größe ändern