Aktuelle Ausstellung
Blickpunkte
Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert
Sommerlichen Motive aus der Hand von Erich Heckel und Siegward Sprotte schmücken derzeit unseren Ausstellungsraum. An der Côte dʼAzur entstand Heckels mediterranes Bild mit Blick auf das Meer, in der Wachau das liebliche Sujet mit Weinreben, sanft ansteigenden Hügeln, drei schlank aufragenden Pappeln und ein paar kleinen Häusern mit roten Dächern. Der Wahlsylter Siegward Sprotte tilgt alles Überflüssige aus seinen Aquarellen und verdichtet die Meereslandschaft – Wasser, Wellen, Strand und Wolken – mit wenigen Pinselstrichen zu eindrucksvollen Bildzeichen von kalligrafischer Anmutung.
Auch die ungegenständliche Kunst findet ihren Platz in der aktuellen Ausstellung. In einer gleichsam barocken Bewegtheit entfaltet sich Bernard Schultzes Malerei auf dem heiteren, vom Licht durchdrungenen Gemälde mit dem Titel Sonnen-Flecken. Rupprechts Geigers Bild verbindet auf faszinierende Weise die radikale Reduktion der Form mit einer vielfältigen Palette fluoreszierender Leuchtfarben in subtilen farbigen Übergängen, während Heinz Macks Pastell mit dem wunderbar zarten Gewebe pudriger Kreiden einen Farbraum voller Vitalität und malerischer Finesse entstehen lässt.
Die Bildhauerei ist vertreten mit klassischen Arbeiten von Ernst Barlach und abstrakt-geometrischen Plastiken von Ewerdt Hilgemann. In seinen Werken bedient sich Hilgemann einer reduzierten Formensprache, die auf dem Modul des Würfels beruht. Das Absaugen der Luft aus den Edelstahlobjekten lässt die Kuben kollabieren, sie falten und verformen sich und verleihen der Arbeit ihre unvergleichliche Ausdruckskraft. Unverkennbar in ihrer Formensprache sind auch die Werke von Ernst Barlach: die Frau mit untergeschlagenen Armen mit ihrer geschlossenen, blockhaften Gestaltung und die Christusmaske mit ihrem wunderbar entrückten, archaisch stilisierten Gesichtsausdruck.