Heinz Mack - Ohne Titel, 2016

Acryl auf Leinwand

140 x 100 cm / gerahmt 144 x 104 cm
55 x 39 inch / gerahmt 56 x 40 inch

unten rechts signiert, datiert: „mack 16“
rückseitig auf der Leinwand oben links signiert, datiert: „mack 16“

– mit Atelierleiste –

N 9475

Über das Werk

Auch der Chromatischen Konstellation 308 liegt der spielerische und erfinderische Umgang mit dem Farbspektrum zugrunde, der für das Werk von Heinz Mack grundlegend ist. Der Einfalls- und Kompositionsreichtum des 1931 geborenen Künstlers ist bis heute gleichermaßen ungebrochen wie unvergleichlich. Immer wieder findet Heinz Mack neue Konstellationen, wenn er die Farben des  Spektrums verzerrt, zerlegt und in unterschiedlicher Weise wieder neu kombiniert. In diesem Bild finden sich unterschiedliche über- und nebeneinander gelagerte Rechteckformen. Die zentralen Farbfelder sind in dem für Macks Werk besonders charakteristischen Ultramarinblau gehalten. Die mittig gesetzten größten Rechtecke werden von schmalen Farbbahnen umrandet. Die turmartig aufgestapelten ultramarinen Formen wirken durch die Überlagerungen geradezu dreidimensional. Untereinander entwickeln sich die verschiedenen Blauwerte sowie die Grünwerte durchaus harmonisch, ebenso wie sich die auf der Leinwand rechts angeordnete Farbentwicklung von Orange zu Gelb vollkommen melodisch gestaltet. Die äußeren Farbelemente erzeugen eine innerbildliche Rahmung der mittleren Komposition, die dadurch abermals betont wird. Unwillkürlich erlangen Macks Farbkompositionen eine musikalische Konnotation: „Die malerischen Verfahren von Heinz Mack besitzen, von der ZERO-Malerei bis zu den Chromatischen Konstellationen, Ähnlichkeiten mit der Zwölftontechnik von Arnold Schönberg, mit der Beschränkung auf ein überschaubares Tonmaterial, das in diesem Fall chromatischer Art ist, und mit Prozessen wie Wiederholung, Umkehrung, Krebsgang usw.“(1)
 
1   Robert Fleck, Antonia Lehmann-Tolkmitt, Heinz Mack. Ein Künstler des 21. Jahrhunderts, München 2019, S. 98/99.

Text verfasst und bereitgestellt von Dr. Andrea Fink, Kunsthistorikerin

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und freie Publizistin Andrea Fink hat in Bochum und Wien Kunstgeschichte, Kultur- und Geisteswissenschaften, Neuere Geschichte und Philosophie studiert. 2007 folgte die Promotion zum Werk des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay. Als freie Kuratorin und Kunstberaterin zählen zu ihren Auftraggebern u.a. Kunstverein Ahlen, Kunstverein Soest, Wella Museum, Museum am Ostwall Dortmund, ThyssenKrupp AG, Kulturstiftung Ruhr, Osthaus Museum Hagen, Franz Haniel GmbH, Kunsthalle Krems, Österreich.

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Heinz Mack, Ohne Titel, 2016, 140 x 100 cm / gerahmt 144 x 104 cm, N 9475
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